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Der Sophienlust Bestseller darf als ein Höhepunkt dieser Erfolgsserie angesehen werden. Denise von Schoenecker ist eine Heldinnenfigur, die in diesen schönen Romanen so richtig zum Leben erwacht. Das Kinderheim Sophienlust erfreut sich einer großen Beliebtheit und weist in den verschiedenen Ausgaben der Serie auf einen langen Erfolgsweg zurück. Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem später einmal, mit Erreichen seiner Volljährigkeit, das Kinderheim Sophienlust gehören wird.
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133 – Ungeweinte Kindertränen

Nr.: 133
Veröffentlichung: 9. Januar 2024
Erscheinungsweise: wöchentlich
Seitanzahl: 100
Autor: Anne Alexander
Artikel-Nr.: 9783989368156

Denise von Schoenecker bog mit ihrem Wagen in den Park von Gut Schoen­eich ein. Ein Blick auf die Uhr zeigte ihr, dass sie wieder einmal später von Sophienlust zurückgekommen war, als sie vorgehabt hatte. Ihre Familie hatte wahrscheinlich bereits mit dem Abendessen begonnen.

Denise seufzte leise auf. Manchmal machte sie sich wirklich Vorwürfe, weil sie glaubte, sich nicht genug um ihren kleinen Sohn Henrik zu kümmern. Aber Henrik hatte im Gegensatz zu den Kindern von Sophienlust ein Elternhaus, in dem er sich geborgen fühlen konnte.

Denise parkte den Wagen und stieg aus. Während sie zu dem schlossartigen Wohnhaus des Gutes ging, dachte sie über die kleine Monika nach, die an diesem Tag nach Sophienlust gebracht worden war. Weinend hatte sich die Kleine an die Tante geklammert und sie beschworen, sie wieder mitzunehmen, aber diese hatte sich umgewandt und war ohne einen letzten Gruß davongefahren. Denise und Else Rennert, die Heimleiterin, hatten alle Hände voll zu tun gehabt, um Monika zu trösten.

Denise von Schoenecker hatte aus Monikas Personalakten ersehen, dass die Kleine erst vor Kurzem ihre Eltern verloren hatte. Ihre unverheiratete Tante, eine selbstständige Schneiderin, hatte sie bei sich aufgenommen. Doch das Kind war ihr schon nach vier Wochen zu viel geworden.

Wir müssen für Monika so bald wie möglich gute Eltern finden, überlegte Denise, während sie das Gutshaus betrat. Aus dem Eßzimmer hörte sie zugleich die Stimme ihres neunjährigen Sohnes Henrik.

»Wo Mutti heute nur wieder bleibt«, sagte der Junge mit einem vorwurfsvollen Unterton.

Denise lächelte. Sie wusste genau, was für ein gutes Herz Henrik hatte. Wenn es darum ging, einem Kind zu helfen, zögerte er nicht einen Augenblick, für dieses Kind einzutreten.

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