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Die Familie ist ein Hort der Liebe, Geborgenheit und Zärtlichkeit. Wir alle sehnen uns nach diesem Flucht- und Orientierungspunkt, der unsere persönliche Welt zusammenhält und schön macht. Das wichtigste Bindeglied der Familie ist Mami. In diesen herzenswarmen Romanen wird davon mit meisterhafter Einfühlung erzählt. Die Romanreihe Mami setzt einen unerschütterlichen Wert der Liebe, begeistert die Menschen und lässt sie in unruhigen Zeiten Mut und Hoffnung schöpfen. Kinderglück und Elternfreuden sind durch nichts auf der Welt zu ersetzen. Genau davon kündet Mami.
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2082 – Geheime Kinderwünsche

Nr.: 2082
Veröffentlichung: 18. Juni 2024
Erscheinungsweise: wöchentlich
Seitanzahl: 100
Autor: Carmen von Lindenau
Artikel-Nr.: 9783989865297
»Mami, da kommen dunkle Wolken, bestimmt regnet es gleich.« Die kleine Klara stand auf einem Fußschemel, drückte ihr Näschen an der Fensterscheibe platt und schaute über die Dächer der Stadt hinweg. Am Horizont, dort wo der Himmel die Erde zu berühren schien, war Nebel aufgezogen, eine dicke Wolkenwand trieb auf das Land zu. »Wie gut, dass wir so hoch oben wohnen und immer gleich Bescheid wissen, was auf uns zurollt. Unser Dachstübchen ist eben etwas ganz Besonderes.« Iris Kerner stützte sich mit den Ellbogen auf die Fensterbank und folgte dem Blick ihrer Tochter. »Ja, Mami, schön ist es schon, aber schöner wäre es …« Zögernd sah Klara die Mutter mit ihren großen dunklen Kirschaugen an. »Was wäre schöner, Schatz?« »Wenn wir wieder einen Garten hätten. Als der Papi noch gelebt hat, da haben wir in einem so großen Haus gewohnt mit einem so wunderschönen Garten.« »Gefällt dir denn unser Dachgärtchen gar nicht mehr?« »Doch, es gefällt mir, aber das Gras fehlt, und rennen kann ich da auch nicht.« »Ich weiß, Schatz.« Iris legte den Arm um das Mädchen und zog es liebevoll an sich. Vielleicht sollte sie wieder einmal zu ihren Eltern aufs Land fahren. Dort gab es eine Wiese hinter dem Haus, und in der Nachbarschaft wohnten Kinder, mit denen Klara toben konnte. Iris konnte gut verstehen, dass die Kleine sich nach dieser Freiheit sehnte, obwohl sie sich selbst in ihrer Wohnung sehr wohl fühlte. Sie hatte sie von dem Geld der Lebensversicherung gekauft, die ihr nach Gernots Tod ausgezahlt wurde. Ein schrecklicher Autounfall und ihr Leben hatte sich verändert.

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