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Nun gibt es eine exklusive Sonderausgabe – Gaslicht – Neue Edition In dieser neuartigen Romanausgabe beweisen die Autoren erfolgreicher Serien ihr großes Talent. Geschichten von wirklicher Buch-Romanlänge lassen die illustren Welten ihrer Serienhelden zum Leben erwachen. Es sind die Stories, die diese erfahrenen Schriftsteller schon immer erzählen wollten, denn in der längeren Form kommen noch mehr Gefühl und Leidenschaft zur Geltung. Spannung garantiert!
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7 – Duell der Gespenster

Nr.: 7
Veröffentlichung: 1. Februar 2022
Erscheinungsweise: monatlich
Seitanzahl: 100
Autor: Viola Larsen
Artikel-Nr.: 9783740989712
Gaslicht Nr. Der Sturm hielt den Atem an, als die Duellanten sich in jener kalten Winternacht auf der Lichtung unter dem Galgenbaum gegenüberstanden. Jenseits der verschneiten Gärten erhob sich schemenhaft die Silhouette des Schlosses. Es war zwei Uhr morgens. Eine ungewöhnliche Zeit für ein Duell. Noch bevor die Sekundanten das Kommando gaben, fiel ein Schuß. Einer der Duellanten stürzte zu Boden, sein Blut färbte den Schnee rot. Der andere flüchtete, von Panik gepackt, in den Glockenturm. »Brudermord« Jahrhunderte später geschah es in einer jener Nächte, die erfüllt sind von bösen Träumen, daß Jacinth im Traum die Glocken schaurig läuten hörte und das Schloß wiedersah, dessen Anblick dumpfe Ängste in ihr auslöste, obwohl es heiter und lieblich inmitten idyllischer Gärten lag. Doch es war ein Haus ohne Türen und Fenster, das auf Jacinth so bedrohlich wirkte, als hüteten seine Mauern ein schreckliches Geheimnis. Als endlich fahl der Morgen heraufdämmerte und die Schläfer aus den Spinnennetzen ihrer Traumgespinste befreite, läuteten die Kirchenglocken einen frostigen Sonntag ein. Jacinth stand, noch im Banne der düsteren Traumwelt, verstört an dem Panoramafenster ihres luxuriösen Apartments und blickte zum Central Park hinüber. Dieser Blick war ziemlich teuer! Die eleganten Apartments mit Blick auf den Central Park kosteten jeden Monat ein kleines Vermögen. Dank des Salärs, das sie bei Whitch und Wrestler bezog, konnte Jacinth sich die horrende Miete zwar leisten, aber froh stimmte der Ausblick sie an diesem Sonntagmorgen dennoch nicht. Es war auch kein erfreuliches Bild, das sich ihr bot. Die Bäume im Park waren kahl und sahen im bleichen Morgenlicht wie vergessene Nachtgespenster aus. Es war Winter und kalt in New York. Jacinth sehnte sich nach Sonne und Wärme.

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