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Butler Parker ist ein Detektiv mit Witz, Charme und Stil. Er wird von Verbrechern gerne unterschätzt und das hat meist unangenehme Folgen. Der Regenschirm ist sein Markenzeichen, mit dem auch seine Gegner öfters mal Bekanntschaft machen. Diese Krimis haben eine besondere Art ihre Leser zu unterhalten. Butler Parker ist seinen Gegnern, den übelsten Ganoven, auch geistig meilenweit überlegen. In seiner auffallend unscheinbaren Tarnung löst er jeden Fall. Bravourös, brillant, effektiv – spannendere und zugleich humorvollere Krimis gibt es nicht!
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289 – Parker lässt die “Blitzer” stolpern

Nr.: 289
Veröffentlichung: 26. Dezember 2023
Erscheinungsweise: alle 2 Wochen
Seitanzahl: 100
Autor: Günter Dönges
Artikel-Nr.: 9783989367555
»Man sollte wieder mal Sport treiben, Mister Parker«, sagte Lady Simpson mit schwärmerischem Unterton in der Stimme und beobachtete zwei junge Jogger, die sich ihr in weitem Bogen näherten. Die ältere Dame, die mit Sicherheit das sechzigste Lebensjahr überschritten hatte, war eine recht füllige Erscheinung. Sie trug ein weites, bequemes Tweedkostüm und hatte sich in Anbetracht des warmen Nachmittages ein neckisches Hütchen aufgesetzt, das an ein Blumenbeet erinnerte, an dessen Flora eine Art Kolibri zupfte. Am linken Handgelenk baumelte an langen Lederschnüren ein perlenbestickter Handbeutel. Dieser sogenannte Pompadour sah harmlos aus, hatte es jedoch in sich. Mylady trug keineswegs modische Kleinigkeiten mit sich herum, sondern das Hufeisen eines stämmigen Brauereipferdes. »Ich habe als Pfadfinderin Leistungssport getrieben«, sagte die ältere Dame und blieb vor einer Nische in der Hecke stehen. Mylady befand sich zusammen mit ihrem Butler im Hyde Park und wollte sich ein wenig die Beine vertreten und Appetit für das anstehende Dinner holen. »Man dürfte Mylady die ehemals sportliche Betätigung ansehen«, behauptete der Butler. Josuah Parker war ein etwas über mittelgroßer, fast schlanker Mann mit dem glatten und ausdruckslosen Gesicht eines Berufsspielers. Es war so gut wie unmöglich, sein Alter zu schätzen. Parker war, was auch seine konventionelle Kleidung betraf, das Urbild eines hochherrschaftlichen englischen Butlers. Über dem schwarzen Zweireiher mit dem weißen Eckkragen trug er stets den ebenfalls schwarzen Covercoat und die Melone. Am linken angewinkelten Unterarm hing der eng zusammengerollte Regenschirm. »Erinnern Sie mich daran, Mister Parker, daß ich mir einen Jogging-Anzug kaufe«, fuhr die alte Dame fort. »Ich habe vor, ab sofort jeden Morgen einige Male den Hyde Park zu umrunden.«

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