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Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 13 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jung und Alt! Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen. Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
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446 – Wenn die Liebe fehlt…

Nr.: 446
Veröffentlichung: 13. Februar 2024
Erscheinungsweise: 2 mal pro Woche
Seitanzahl: 100
Autor: Toni Waidacher
Artikel-Nr.: 9783989368880

»Du machst ja ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter.« Mit diesen Worten empfing Jonas Aschinger seinen älteren Bruder Johannes, als dieser am Morgen den Kuhstall betrat. »Ist dir die Mama wieder einmal wegen der Koller-Kathi in den Ohren gelegen?«

Der achtundzwanzigjährige Johannes nickte, und als er sprach, schien sich seine Miene noch um einige Nuancen zu verfinstern. »Es ist immer wieder das gleiche, mit dem mich die Mama nervt. Sie möcht’, dass ich die Kathi heirat’, damit die beiden Höf’ zusammengelegt werden.«

Jonas, drei Jahre jünger als sein Bruder, grinste frech und sagte: »Was hast du denn gegen die Kathi? Sie ist gerade gewachsen, kann zupacken, ist net auf den Kopf gefallen und sie erbt mal den Kollerhof.«

»Mag sein«, versetzte Johannes achselzuckend. »Aber das ist net ausschlaggebend für mich.«

Jetzt lachte Jonas auf. Er schien das Problem, das seinem älteren Bruder ziemlich zuzusetzen schien, nicht besonders ernst zu nehmen. »Ich weiß schon, Hannes, du träumst von der großen Liebe.«

»Dir mag das lächerlich vorkommen«, brummte Johannes unwirsch. »Ich jedoch bin davon überzeugt, dass ohne Liebe niemals eine gute Ehe zustande kommen kann. Ich könnt’ in einer Verbindung, die nur den Zweck verfolgt, Besitz und Vermögen zu mehren, niemals glücklich werden.«

»Du lebst halt in einer Traumwelt, Hannes«, erwiderte Jonas mit leichtem Spott im Tonfall und wandte sich der Melkanlage zu.

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