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Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 13 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jung und Alt! Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen. Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
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413 – Lebensgefahr für Pfarrer Trenker

Nr.: 413
Veröffentlichung: 12. Oktober 2023
Erscheinungsweise: 2 mal pro Woche
Seitanzahl: 100
Autor: Toni Waidacher
Artikel-Nr.: 9783989363694

»Steh’n S’ auf, Herr Winkler«, sagte der Justizbeamte. »Sie werden zur Vernehmung abgeholt.«

Oskar Winkler, ein mehrfach vorbestrafter Bankräuber und Scheckbetrüger, erhob sich mürrisch von der Pritsche in seiner Zelle des Untersuchungsgefängnisses. Hier saß er nach einem mißlungenen Banküberfall seit zwei Tagen ein und wartete darauf, dem Staatsanwalt vorgeführt zu werden. Zuvor jedoch sollte er auf dem Polizeirevier vernommen werden. Inspektor Obermayer wollte ein letztes Verhör durchführen, und den Akt dann weiterleiten. In Gedanken machte der Ganove sich schon auf eine längere Haftstrafe gefaßt.

Der Vollzugsbeamte ließ den Untersuchungshäftling vor sich hergehen. Sie passierten zwei verschlossene Gittertüren, die jeweils von der anderen Seite geöffnet wurden, und eine Sicherheitsschleuse. In dem kleinen Raum dahinter wartete Polizeihauptmeister Ewald Wildinger darauf, daß ihm der Häftling übergeben würde. Der Gefangene durfte seinen Gürtel wieder umschnallen und die Schnürsenkel in die Schuhe einziehen. Beides war ihm bei der Einlieferung abgenommen worden. Der Polizist unterzeichnete die Empfangsbestätigung und legte Oskar Winkler Handschellen an. Er führte ihn durch einen langen Flur, dann öffnete sich die Eingangstür des Untersuchungsgefängnisses.

»Na, Oskar, ist wohl ein bissel schiefgegangen, was?« meinte der Polizist.

Er und der Gauner waren alte Bekannte. Der Beamte war auch dabei gewesen, als Oskar Winkler vor zwei Tagen verhaftet wurde. Da hatte er versucht, die Bankfiliale in Engelsbach zu überfallen.

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