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Mit dem Bergpfarrer hat der bekannte Heimatromanautor Toni Waidacher einen wahrhaft unverwechselbaren Charakter geschaffen. Die Romanserie läuft seit über 13 Jahren, hat sich in ihren Themen stets weiterentwickelt und ist interessant für Jung und Alt! Toni Waidacher versteht es meisterhaft, die Welt um seinen Bergpfarrer herum lebendig, eben lebenswirklich zu gestalten. Er vermittelt heimatliche Gefühle, Sinn, Orientierung, Bodenständigkeit. Zugleich ist er ein Genie der Vielseitigkeit, wovon seine bereits weit über 400 Romane zeugen. Diese Serie enthält alles, was die Leserinnen und Leser von Heimatromanen interessiert.
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390 – Wie kann ich dir vertrauen?

Nr.: 390
Veröffentlichung: 23. Februar 2016
Erscheinungsweise: alle 2 Wochen
Seitanzahl: 100
Autor: Toni Waidacher
Artikel-Nr.: 9783740900618

Melanie Burmeister presste sich an die Hauswand und hielt den Atem an. Norbert Winkler stand vor ihr und lächelte sie an. Höhnisch, wie ihr schien.

»Hast du wirklich geglaubt, ich gebe so einfach auf?«, fragte er und griff nach ihrer Hand. »Los jetzt! Es wird Zeit, dass du endlich zur Vernunft kommst.«

Die junge Frau schaute sich hilfesuchend um, aber die anderen Gäste des Tanzabends im Hotel ›Zum Löwen‹, in St. Johann, die draußen ein wenig Abkühlung suchten, nahmen keine Notiz von dem Paar, das im Eingang stand.

»Lassen Sie mich los!«

Melanie hatte all ihren Mut zusammengenommen und laut gerufen. Jetzt drehten doch ein paar Leute die Köpfe, und aus einer Gruppe lösten sich zwei Burschen und kamen näher.

»Alles in Ordnung«, meinte Winkler und hob beruhigend die Hand, »meine Verlobte …, na ja.« Er grinste vielsagend und deutete mit einer Handbewegung an, dass Melanie etwas zu tief ins Glas geschaut habe.

Doch die beiden jungen Männer traten trotzdem an sie heran.

»Ist wirklich alles in Ordnung?«, fragte der eine.

»Ja, klar«, antwortete Norbert Winkler und wollte den Arm um seine ›Verlobte‹ legen.

Aber Melanie wehrte ihn ab.

»Ich kenne den Mann überhaupt nicht!«, rief sie. »Bitte, helft mir!«

Der zweite Bursche packte Winklers Arm und zerrte ihn von Melanie fort.

»Lass das Madel in Ruh!«, herrschte er ihn an. »Sonst setzt’s was!«

»Was ist denn hier los?« Max Trenker war durch die Tür gekommen und schaute auf die Gruppe. Der Bruder des Bergpfarrers erfasste die Situation sofort.

»Der Typ hier belästigt das Madel«, erklärte einer der jungen Männer.

Max, der die beiden kannte,

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