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Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein ‚Fall’, er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt. Auf sie kann er sich immer verlassen, wenn es darum geht zu helfen. Patricia Vandenberg ist die Begründerin von "Dr. Norden", der erfolgreichsten Arztromanserie deutscher Sprache, von "Dr. Laurin", "Sophienlust" und "Im Sonnenwinkel". Ohne ihre Pionierarbeit wäre der Roman nicht das geworden, was er heute ist.
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142 – Von der Liebe verblendet?

Nr.: 142
Veröffentlichung: 24. Juni 2024
Erscheinungsweise: wöchentlich
Seitanzahl: 100
Autor: Patricia Vandenberg
Artikel-Nr.: 9783989864764
Die Ärztin Mascha Govoni war eine der begehrtesten Single-Frauen unter den Ärztinnen des Landkreises. So mancher Kollege hätte sich gern als Mann an ihrer Seite gesehen, der ihr die Kraft für ihren anstrengenden, anspruchsvollen Beruf gab. »Leider habe ich noch keinen Mann gefunden, der meine Leidenschaft für meine Arbeit versteht«, hatte Mascha ihr Leid schon oft ihrer Freundin Felicitas Norden geklagt. »Obwohl ich jedes Mal von Anfang an betone, wie wichtig mir der Rückhalt ist und auch anfangs bei den Herren der Schöpfung auf Verständnis stoße, fühle ich mich im Laufe der Zeit immer in die klassische Frauenrolle gedrängt. Oder aber die Männer ertragen es doch nicht, eine erfolgreiche, starke Frau an ihrer Seite zu haben.« »Von deinen Problemen kann Jenny Behnisch ein Lied singen«, hatte Fee stets erwidert. »Bis sie Roman kennenlernte, dachte sie, sie würde nach Dieters Tod allein bleiben.« »Du glaubst also, ich soll die Hoffnung nicht aufgeben?«, lautete Maschas immer gleiche Antwort, und die Gespräche endeten meist in belustigtem Gelächter und bunten Spekulationen. Als sich Daniel und Felicitas Norden jedoch an diesem lauen Sommerabend in einem der schönsten Biergärten Münchens zum mehr oder weniger regelmäßig stattfindenden Stammtisch ihres Freundeskreises einfanden, wurde Fee rasch klar, dass solche Gespräche der Vergangenheit angehörten. »Fee, wie schön!«, rief Mascha erfreut und eilte, ein Glas Aperol Spritz in der einen Hand, auf das befreundete Ehepaar zu. »Ich hatte schon Angst, dass ihr es nicht schafft.« Seit Jenny Behnisch an dem lebensbedrohlichen Marburg-Virus erkrankt war, arbeitete Dr. Norden teilweise als medizinischer Leiter in der Behnisch-Klinik, in der Mascha als Herzspezialistin in der Pädiatrie beschäftigt war. Durch haarsträubende Skandale war die Klinik gefährlich ins Schlingern geraten. Doch Mascha gehörte zu den Ärzten, die der tapferen Chefin die Treue hielten und nicht, wie viele andere Kollegen, kündigten. »Bis kurz vor unserem Aufbruch sah es auch ganz danach aus.«

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