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Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein ‚Fall’, er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt. Auf sie kann er sich immer verlassen, wenn es darum geht zu helfen. Patricia Vandenberg ist die Begründerin von "Dr. Norden", der erfolgreichsten Arztromanserie deutscher Sprache, von "Dr. Laurin", "Sophienlust" und "Im Sonnenwinkel". Ohne ihre Pionierarbeit wäre der Roman nicht das geworden, was er heute ist.
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115 – Schwestern und Rivalinnen

Nr.: 115
Veröffentlichung: 29. März 2024
Erscheinungsweise: wöchentlich
Seitanzahl: 100
Autor: Patricia Vandenberg
Artikel-Nr.: 9783989860247
»Schön, dass Sie mal wieder unser Gast sind.« Der Wirt Paul Schmied lächelte freundlich, als er zu Lenni, der guten Seele und seit Menschengedenken Haushälterin der Familie Norden, an den Tisch trat. Er kannte sie schon eine ganze Weile und freute sich immer über ihren Besuch. »Brauchen Sie die Speisekarte?«, fragte er und wischte mit einer Serviette über den Tisch, um die Brösel mit einer energischen Handbewegung auf den Boden zu fegen. Zweifellos handelte es sich um ein eher rustikales Gasthaus, das Lenni und ihre langjährige Freundin Margarethe aber wegen der guten, bodenständigen Küche und den freundlichen Wirtsleuten schätzten. Paul Schmied rückte die Blumenvase – passend zur Jahreszeit mit je einer orangefarbenen und einer roten Aster bestückt – in die Mitte des Tisches und sah Lenni aufmerksam an. »Sehr gerne«, nickte sie lächelnd. »Aber mit der Bestellung möchte ich noch warten«, erklärte sie voller Vorfreude auf das geplante Treffen. »Meine Freundin Margarethe muss jeden Augenblick hier sein. Wir sind verabredet.« Wie jeden ersten Montag im Monat trafen sich die alten Freundinnen, um entweder etwas zusammen zu unternehmen oder einfach nur gemütlich zu essen oder Kaffee zu trinken. Da dieser wolkenverhangene Novembermittag alles andere als einladend war, hatten die beiden Damen beschlossen, ihrem Lieblingsrestaurant wieder einmal einen Besuch abzustatten. »Aber zu trinken darf ich doch schon etwas bringen?«, erkundigte sich Paul sichtlich besorgt, als er ein paar Minuten später die Speisekarten brachte. »Ich kann Sie doch schlecht auf dem Trockenen sitzen lassen.« »Ein alkoholfreies Pils, gerne.« Suchend sah sich Lenni in dem um diese Uhrzeit von Geschäftsleuten gut besuchten Lokal um.

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