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Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein ‚Fall’, er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt. Auf sie kann er sich immer verlassen, wenn es darum geht zu helfen. Patricia Vandenberg ist die Begründerin von "Dr. Norden", der erfolgreichsten Arztromanserie deutscher Sprache, von "Dr. Laurin", "Sophienlust" und "Im Sonnenwinkel". Ohne ihre Pionierarbeit wäre der Roman nicht das geworden, was er heute ist.
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114 – Die Frau, die zu viel wollte

Nr.: 114
Veröffentlichung: 26. März 2024
Erscheinungsweise: wöchentlich
Seitanzahl: 100
Autor: Patricia Vandenberg
Artikel-Nr.: 9783989860230
»In zwei Stunden muss ich wieder fit sein!«, keuchte Melinda Babel und krümmte sich auf dem Stuhl, der vor dem Schreibtisch in Dr. Nordens Sprechzimmer stand. »Kriegen Sie das hin?« Ihre Patientenkarte lag aufgeklappt vor Daniel. Zusätzlich hatte er ihre Akte im Computer aufgerufen und gründlich studiert. »In den vergangenen drei Wochen waren Sie acht Mal bei mir. Wegen Magenschmerzen, Verdauungsproblemen, Übelkeit, Schwindelanfällen und Ohrensausen«, zählte er die unterschiedlichen Gründe für ihre Besuche auf. »Jedes Mal verlangten Sie von mir, dass ich Sie rasch wieder fit machen soll.« Eine steilte Falte stand zwischen seinen Augen, als er Melinda missbilligend betrachtete. »Es tut mir leid. Aber damit ist jetzt Schluss.« Von einem weiteren Krampf geschüttelt, konnte Melinda zunächst nicht antworten. Sie atmete tapfer ein und aus, um die unmenschlichen Schmerzen in den Griff zu bekommen. »Was soll das heißen?«, fragte sie empört, als sie wieder zu Atem gekommen war. In aller Seelenruhe legte Daniel die Hände übereinander auf den Schreibtisch und lehnte sich zurück. »Wenn ich Ihnen auch weiterhin helfen soll, bestehe ich auf einer gründlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung.« Trotz ihrer Schmerzen war Melinda amüsiert.

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