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Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein ‚Fall’, er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt. Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben. Die Serie von Patricia Vandenberg befindet sich inzwischen in der zweiten Autoren- und auch Arztgeneration.
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312 – Ein Albtraum ist vorbei

Nr.: 312
Veröffentlichung: 2. April 2019
Erscheinungsweise: wöchentlich
Seitanzahl: 100
Autor: Patricia Vandenberg
Artikel-Nr.: 9783740946555
Dr. Daniel Norden war nicht nur ein ausgezeichneter Arzt, sondern auch ein hilfsbereiter Mensch, wenn Patienten seelischen Kummer hatten. Wenn Benedicte Hamilton zu ihm kam, mußte er sich aber selbst immer erst Mut einreden, denn auf dieses junge Mädchen waren so viele Schicksalsschläge herabgeprasselt, daß Dr. Nordens Mitgefühl keine Grenzen mehr hatte. Vor einem halben Jahr, während Rudolf Hamilton mit seiner Frau Annemarie zur Kur in der Schweiz war, verschwand sein Teilhaber Udo Thiede bei Nacht und Nebel mit unbekanntem Ziel, und es stellte sich heraus, daß er so riesige Unterschlagungen begangen hatte, daß die Finanzierungsgesellschaft, die einen sehr guten Ruf genoß, Konkurs anmelden mußte. Rudolf Hamilton wurde zurückgerufen, aber auf der Heimfahrt wurde sein Wagen von einem LKW gerammt, und Rudolf Hamilton war sofort tot. Seine Frau starb vier Tage später im Hospital in Luzern. Benedicte, von ihren Eltern liebevoll Benni genannt, stand allein vor einem riesigen Trümmerhaufen, erstarrt in Schmerz und Trauer um die Eltern. Schlimmer noch sollte es für sie werden, als gemunkelt wurde, daß Rudolf Hamilton keineswegs unbeteiligt an den Manipulationen gewesen sei und dann lieber selbst seinem Leben ein Ende gesetzt hatte, als er sich auch von seinem Partner betrogen fühlte. Dr. Daniel Norden konnte die Stunde nicht vergessen, als Benedicte mit bleichem, starrem Gesicht vor ihm stand und sagte: »Ich kann nicht begreifen, daß es so viel Gemeinheit gibt. Aber jetzt muß ich doch wenigstens versuchen, Vatis Ehre zu retten. Er hat damit nichts zu tun. Ich habe diesen Thiede nie gemocht, Dr. Norden, und ich habe es meinen Eltern auch gesagt, aber sie meinten nur nachsichtig, daß er für mich ganz sicher nicht der richtige Typ wäre.« Aber ihrem Vater hatte er imponiert mit seinem Auftreten, seinen Beziehungen, die er ja tatsächlich hatte, und er brachte ja auch Anleger mit großem Kapital. Er konnte überzeugen, und er hatte wohl mit Geduld und Raffinesse auf den Tag hingearbeitet, sich mit einem Millionenpolster ins Ausland abzusetzen, was ihm ja auch gelungen war. Aber der Mitgesellschafter mußte auch mithaften, und ganz gewiß hatte Rudolf Hamilton gewußt, was auf ihn zukommen würde, als er die Nachricht von Thiedes Verschwinden bekam. Aber an dem Unfall, der ihm und dann auch seiner Frau den Tod brachte, konnte man ihm keine Schuld anlasten. Es wurde einwandfrei festgestellt, daß der Lastwagenfahrer, der unter Alkoholeinfluß gestanden hatte, schuldig war, und so bekam Benedicte wenigstens die Lebensversicherung von zweihunderttausend Euro ausgezahlt, die ihr dann auch die Sicherheit gab, den Ruf ihres Vaters herstellen zu helfen.

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