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Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein ‚Fall’, er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt. Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben. Die Serie von Patricia Vandenberg befindet sich inzwischen in der zweiten Autoren- und auch Arztgeneration.
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272 – Nebenan wohnt das Glück

Nr.: 272
Veröffentlichung: 8. Mai 2018
Erscheinungsweise: wöchentlich
Seitanzahl: 100
Autor: Patricia Vandenberg
Artikel-Nr.: 9783740929114

Für Dr. Daniel Norden war es ein sehr schmerzlicher Verlust, als Herbert Volkmann seine Augen für immer schloß. Seit Jahren hatte er den alten Herrn ärztlich betreut und selten einen so geduldigen Patienten gehabt. Ein Wissenschaftler ersten Ranges war er gewesen, ein Philosoph, mit dem Daniel Norden sich lange und gern unterhalten hatte, und Fee Norden hatte es ihrem Mann nicht verübelt, wenn er manchmal sehr spät heimkam, wenn er bei Herbert Volkmann war.

Wach war sein Geist bis zuletzt gewesen, und niemals würde Daniel Norden vergessen können, wie der Sterbende ihn anschaute und sagte: »Gell, lieber Norden, Sie werden dafür sorgen, daß mein Mathildchen ihr Zuhause behält.«

Zweiundachtzig Jahre war Dr. Herbert Volkmann geworden, und Mathilde, seine Haushälterin, war fünfundsiebzig. Vierzig Jahre hatte sie ihrem Doktor treu gedient, seit dem Tage, als er die prachtvolle Villa am Wiesenhang bezogen hatte, mit einer schönen jungen Frau. Groß war das Glück gewesen, und wie groß erst die Trauer, als die reizende und so liebenswerte Carlotta schon bei der Geburt des ersten Kindes starb. Auch das Baby überlebte nicht, und Herbert Volkmanns Schmerz war so grenzenlos, daß er zum Einsiedler wurde. So rührend Mathilde ihn auch betreute, es erschien lange kein Lächeln auf seinem Gesicht. Zu seinem Bruder und dessen Familie riß der Kontakt zwar nicht ab, aber sie lebten in Bremen, und man sah sich nur selten. Leben kam erst wieder in das schöne Haus am Wiesenhang, als Jürgen Volkmann, Herberts Neffe, in München studierte. Jürgen hatte sich für Medizin entschieden, obgleich sein

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