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Für Dr. Norden ist kein Mensch nur ein ‚Fall’, er sieht immer den ganzen Menschen in seinem Patienten. Er gibt nicht auf, wenn er auf schwierige Fälle stößt, bei denen kein sichtbarer Erfolg der Heilung zu erkennen ist. Immer an seiner Seite ist seine Frau Fee, selbst eine großartige Ärztin, die ihn mit feinem, häufig detektivischem Spürsinn unterstützt. Dr. Norden ist die erfolgreichste Arztromanserie Deutschlands, und das schon seit Jahrzehnten. Mehr als 1.000 Romane wurden bereits geschrieben. Die Serie von Patricia Vandenberg befindet sich inzwischen in der zweiten Autoren- und auch Arztgeneration.
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253 – Lass uns gemeinsam vergessen

Nr.: 253
Veröffentlichung: 19. Dezember 2017
Erscheinungsweise: wöchentlich
Seitanzahl: 100
Autor: Patricia Vandenberg
Artikel-Nr.: 9783740924256

Als Sabine Zöllner das Sprechzimmer von Dr. Norden betrat, erschrak der Arzt zutiefst. Er kannte Sabine als eine immer fröhliche und sehr gesunde Frau, und wenn sie mal ärztlichen Beistand brauchte, handelte es sich um Nebensächlichkeiten, aber mit ihren Kindern Florian und Trixi kam sie nur zu ihm.

Als Dr. Norden Sabine so erschrocken anblickte, begann sie wieder zu weinen, und man sah es ihr an, daß sie viel geweint hatte.

»Ist etwas mit den Kindern?« fragte Dr. Norden behutsam.

Sie schüttelte den Kopf. »Heidi, sie ist… sie lebt nicht mehr, Dr. Norden, unsere liebe geliebte Heidi.«

Dr. Norden erstarrte. Heidi Kelling war die Schwägerin von Sabine Zöllner, mit deren Bruder Jochen überaus glücklich verheiratet. Vor sechs Wochen hatte sie sich strahlend von Dr. Norden verabschiedet, da ihr Mann, der ein sehr bekannter Fotoreporter war, ein glänzendes Angebot von einem Weltkonzern in England angeboten bekommen hatte. »Aber unser Baby kommt hier zur Welt«, hatte sie versichert. »In acht Wochen melde ich mich wieder bei Ihnen.« Sie war gesund und munter gegangen. Es hatte während der Schwangerschaft keine Komplikationen gegeben.

Sabine schluchzte herzzerreißend, und Dr. Norden hatte Mühe, sie zu beruhigen.

»Wie ist das geschehen?« fragte er heiser.

»Sie ist bei Glatteis ausgerutscht. Sie bekam Wehen, eine Frühgeburt bahnte sich an«, erklärte Sabine tonlos. »Sie gaben ihr eine so hoch dosierte Spritze. Sie wachte nicht mehr auf. Gestern ist sie gestorben, und das arme Würmchen ist grad fünf Tage auf der Welt. Wie verzweifelt Jochen ist, können Sie sich wohl vorstellen, Dr. Norden. Mutti ist nach London geflogen.

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