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In der völlig neuen Romanreihe „Fürstenkrone“ kommt wirklich jeder auf seine Kosten, sowohl die Leserin der Adelsgeschichten als auch jene, die eigentlich die herzerwärmenden Mami-Storys bevorzugt. Romane aus dem Hochadel, die die Herzen der Leserinnen höherschlagen lassen. Wer möchte nicht wissen, welche geheimen Wünsche die Adelswelt bewegen? Die Leserschaft ist fasziniert und genießt "diese" Wirklichkeit. "Fürstenkrone" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken.
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297 – Hochmut kommt vor dem Fall

Nr.: 297
Veröffentlichung: 12. Dezember 2023
Erscheinungsweise: alle 2 Wochen
Seitanzahl: 100
Autor: Sabrina von Nostitz
Artikel-Nr.: 9783989367388

»Nie und nimmer, Mama! Gunter von Weystetten ist für mich vollkommen inakzeptabel.« Komteß Verena von Lilienhain schlug ihre schlanken Beine damenhaft übereinander und lehnte sich schmollend zurück. »Eher verzichte ich ganz auf den Opernball.«

In ihren letzten Silben schwang ein unmerkliches Zaudern, das Fürst Walter von Lilienhain ein Schmunzeln entlockte. Er stand am Kamin, den Ellenbogen auf dem Sims gestützt, und verfolgte nachsichtig den Disput zwischen Mutter und Tochter. Amüsiert zog er an seiner Zigarre und musterte mit Genießerblick das Glas Cognac in seiner Hand. Wie in einem Prisma brach sich darin der Widerschein der lodernden Flammen des Kaminfeuers.

Ein Scheit knackte und sprühte winzige Funken, dann wurde es wieder still im Salon des Schlosses Lilienhain.

Das Herz der Fürstin Corinna von Lilienhain hatte jedoch einen erschrockenen Satz getan. Der Opernball war das gesellschaftliche Ereignis, dem man in Adelskreisen alljährlich entgegenfieberte. Hier gaben höhere Töchter und Söhne im heiratsfähigen Alter ihr Debüt auf gesellschaftlichem Parkett. Ein Höhepunkt im Familienleben, so bedeutsam wie Vermählung oder Geburt. Es war schlicht undenkbar, daß ihre Tochter nicht daran teilnahm. Allein die Vorstellung kam schon einer Katastrophe gleich.

»Aber Verena, Kind, das kann nicht dein Ernst sein«, brachte die Fürstin vorwurfsvoll hervor.

Komteß Verena schlug die Augen nieder und zuckte mit den Schultern. »Jedenfalls nicht mit Gunter von Weystetten als Kavalier«, murmelte sie.

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